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Schilddrüsen-unter und -überfunktion, Bremse oder Gaspedal im Stoffwechsel

Aktualisiert: 13. Okt 2019

Die Schilddrüse ist die grösste Hormondrüse des menschlichen Körpers. Sie hat eine fundamentale Bedeutung für die Körperfunktionen, die Entwicklung und den Stoffwechsel. Indem sie mehrere Schilddrüsenhormone, unter anderem Trijodthyronin (T3), Thyroxin (T4) und Calcitonin produziert.

Schilddrüsenerkrankungen können sich auf unterschiedliche Weise bemerkbar machen. So sind Stoffwechsel- und Befindlichkeitsstörungen typisch für eine Über- oder Unterfunktion des Organs. Entzündungen der Drüse können mit Schmerzen verbunden sein, eine Vergrösserung des Organs mit Druck- oder Engegefühl. Es gibt jedoch auch Schilddrüsenerkrankungen die lange Zeit symptomlos verlaufen und erst im fortgeschrittenen Stadium Beschwerden auslösen.

Eine der häufigsten Schilddrüsenerkrankung ist eine Unter- oder Überfunktion.


Bei einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) läuft der Stoffwechsel auf Sparflamme

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion werden in der Schilddrüse zu wenig Schilddrüsenhormone gebildet und der Körper ist unzureichend damit versorgt. Dieser Mangel bei einer Schilddrüsenunterfunktion führt zu einer Verlangsamung der Körperfunktionen - der gesamte Stoffwechsel läuft auf „Sparflamme“. Eine Schilddrüsenunterfunktion kann als Folge einer Schilddrüsenentzündung (z. B. Hashimoto-Thyreoiditis), aber auch angeboren sein. Häufige Symptome hierbei sind Müdigkeit, Antriebsschwäche,

Konzentrations- und Gedächtnisschwierigkeiten,

Gewichtszunahme obwohl Sie nicht anders essen als vorher,

depressive Verstimmung,

Frieren, extreme Kälteempfindlichkeit,

nachlassende Leistungsfähigkeit,

Wassereinlagerungen,

eine raue Stimme, trockene, schuppende Haut,

Verstopfung,

Zyklusstörungen, Unfruchtbarkeit und Libidoverlust sind ebenfalls Zeichen der Schilddrüsenunterfunktion.


Bei einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) läuft der Stoffwechsel auf Hochtouren

Bei einer Schilddrüsenüberfunktion wird der Körper mit zu vielen Schilddrüsenhormonen regelrecht „überschwemmt“. Zu viele Hormone werden produziert, die alle Organsysteme übermäßig ankurbeln. Dadurch läuft der gesamte Stoffwechsel auf „Hochtouren“: Typische Symptome hierbei sind

Gewichtsverlust trotz gutem Appetit,

Zittrigkeit, verstärktes Schwitzen,

Wärmeunverträglichkeit, warme Haut,

Schlafstörungen, Herzrasen, erhöhter Puls, Bluthochdruck,

Nervosität, Unruhe, Rastlosigkeit, innere Anspannung,

häufig durchfällige Stuhlentleerungen, Durst,

Konzentrationsstörungen, Menstruationsstörungen.

Autoimmunerkrankungen

Bei einer Autoimmunerkrankung der Schilddrüse greift das Immunsystem das körpereigene Gewebe an, das es für einen Feind hält.


Eine Schilddrüsenstörung wird häufig ausschliesslich mit Hormonpräparaten behandelt. Meist berücksichtigt man nicht einmal ansatzweise die Ursachen für die Schilddrüsendysbalance. Es sollte jedoch nicht ausser acht gelassen werden, dass die Schilddrüse nicht einfach aufhört zu funktionieren. Sie hat gute Gründe dafür. Erst wenn man die eigentlichen Ursachen der eigenen Schilddrüsenfehlfunktion kennt, welche bei jedem sehr individuell verlaufen können, besteht die Möglichkeit, die Ursachen Sinnvoll zu behandeln.


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